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Feuerwehr rettet tausenden Fischen das Leben

Nalbach: Unklares Fischsterben am Dienstag in einem Fischweiher des Angelsportvereins im Ortsteil Piesbach. Am Nachmittag entdecken Passanten hunderte toter Fische, die an der Oberfläche des Weihers in der Nähe der Prims schwimmen. Vor allem noch sehr kleine Tiere sind betroffen, aber auch größere Fische treiben tot auf dem Angelgewässer. Die Freiwillige Feuerwehr wird alarmiert um zu verhindern, dass der Weiher „kippt“. Mit Umkippen bezeichnet man die plötzliche, katastrophale Zustandsveränderung eines Gewässers durch Sauerstoffmangel. Sollte dieser Fall eintreten, hätten auch alle anderen Fische keinerlei Überlebenschance mehr. Ursache für so ein Umkippen ist eine zu hohe Phosphatkonzentration, die Gegenmaßnahme ist schnelle Zufuhr von frischem Sauerstoff ins Wasser. Warum der Weiher in Nalbach kurz vor dem Umkippen steht, ist nicht ganz klar. Möglicherweise sind aber mit den starken Regenfällen der vergangenen Tage auch Schadstoffe in das Gewässer gelangt und haben den Prozess begünstigt. Mit rund 20 Mann und zwei Feuerwehrfahrzeugen rücken die Helfer schon nach kurzer Zeit an, bauen Schlauchleitungen auf und beginnen, mit großen Schutzwasserpumpen Wasser aus dem Weiher zu pumpen. Über weitere Schlauchleitungen wird das Wasser wie aus Kanonen wieder im hohen Bogen über den Weiher geschossen. Dort wird das Wasser mit viel Sauerstoff aus der Luft versetzt und rieselt dann wieder ins Gewässer. Dadurch erhöht sich der Sauerstoffgehalt im Weiher. Um eine zusätzliche Belastung des Wasser mit Giftstoffen zu verhindern, werden außerdem die toten Tiere herausgefischt. Mehrere Stunden lang sind die Feuerwehrleute aus dem Löschbezirk Piesbach an der Weiheranlage im Einsatz, letztenendes mit Erfolg: Das Kippen des Weihers wird erfolgreich verhindert, die verbliebenen Fische überleben den Vorfall.

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