Flüchtlingsfrau aus Merzig erwürgt: Polizei fasst Tatverdächtigen

Merzig/Trier: Der aus der Ukraine stammende Mann, der verdächtigt wird, eine zuletzt in Merzig lebende Frau in einem Trierer Hotel umgebracht zu haben (wir berichteten), ist nach Angaben der Polizei in der Nacht zum heutigen Samstag festgenommen worden. Einsatzkräften der Bundespolizei, die in ganz Deutschland nach dem 34-Jährigen gesucht hat, ist der Mann gegen 0.20 Uhr in einem Zug bei Regensburg aufgefallen. Als die Beamten den Ukrainer ansprechen, leistet er keinerlei Widerstand.

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Er wird spätestens am morgigen Sonntag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Aller Voraussicht nach wird das Gericht nach Verkündung des internationalen Haftbefehls den Mann in Untersuchungshaft schicken. Die Tat am Samstag letzter Woche hat für Aufsehen gesorgt:
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Vor wenigen Tagen erst war das Opfer, eine 38 Jahre alte Frau aus der Ukraine, vor dem Krieg in ihrem Heimatland nach Deutschland geflohen. Zusammen mit Familienangehörigen, darunter ihre 13 Jahre alte Tochter, war die Frau in einer städtischen Wohnung in Merzig untergekommen. Vor ihrem gewaltsamen Tod war sie mit dem Zug von Merzig über Saarburg nach Trier gefahren.
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Dort hatte sie sich mit dem ukrainischen Verdächtigen, den sie bereits kannte, getroffen und mit ihm ein Hotelzimmer in der Innenstadt genommen. Im Deutschherrenhof hatte das Personal die nackte Leiche der Frau erst am darauffolgenden Montag entdeckt und die Polizei alarmiert.
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Die begann sofort mit den Ermittlungen und stieß dabei erst auf die Identität der Frau, die von ihrer Familie im Saarland schon als vermisst gemeldet wurde, und dann auf den jetzt festgenommenen Tatverdächtigen. Der hwar zu diesem Zeitpunkt bereits über Koblenz weitergeflüchtet. Dem Ergebnis der Obduktion zufolge ist die 38-Jährige erwürgt worden. Ihre Familie wird nun von Psychologen betreut. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft laufen weiter unter Hochdruck.

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