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Airline wegen Brexit pleite: Flughafen Saarbrücken ab sofort ohne Verbindungen nach München

Saarbrücken: Wieder geht eine Airline, die den Saarbrücker Flughafen Ensheim bedient, pleite. Dieses Mal betroffen: der britische Anbieter Fly BMI. Das berichtet der aeroTELEGRAPH, das führende Onlinemagazin für Luftfahrt im deutschsprachigen Raum. Dem Bericht zufolge mache die Fluggesellschaft diese Ankündigung „schweren Herzens“, wie ein Sprecher am Abend erklärte. Das Unternehmen stellt nicht nur den Betrieb ein, sondern will auch umgehend Insolvenz anmelden. In Saarbrücken bediente die Airline seit November 2017 die Verbindung nach München. Auf der Linie hatte es wöchentlich elf Hin- und Rückflüge gegeben.
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Die Route hatte Fly BMI von der ebenfalls pleitegegangenen deutschen Fluggesellschaft Air Berlin übernommen. Dem Fachdienst  aeroTELEGRAPH zufolge machte Fly BMI zum einen die Erhöhung des Kerosinpreises im vergangenen Jahr zu schaffen. Das Fachblatt weiter: „Zum anderen sind es aber auch die Unsicherheit rund um den Brexit und in der Folge Zweifel daran, ob Fly BMI auch künftig frei in Europa fliegen könne, die dazu geführt haben, dass Fly BMI keine neuen Wet-Lease-Aufträge mehr bekommen hat, wie die Fluglinie erklärt.“
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Der Sprecher der Fluggesellschaft: „Die Herausforderungen, insbesondere die als Folge des Brexit, haben sich als unüberwindbar herausgestellt.“ Die Fluggesellschaft war 1987 unter dem Namen „Business Air“ gegründet und nahm den aktiven Flugbetrieb im August 1987 auf. Im Jahr 2001 änderte sie ihren Namen in „British Midland Regional“. Bis 2012 war Fly BMI eine Tochtergesellschaft der Lufthansa.
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Die Flotte der Airline umfasste 17 Flugzeuge. Neben Saarbrücken steuerte Fly BMI in Deutschland auch noch Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Rostock an. Wie es auf dem Flughafen Saarbrücken nun mit der Verbindung nach München weitergehen soll, ist noch unklar.

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