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Getöteter stolperte wohl beim Überqueren der Gleise

Völklingen: Bei dem tödlichen Bahnunglück am Freitagnachmittag, bei dem ein Mann von einem Zug erfasst wurde und ums Leben kam, handelte es sich nach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen aller Wahrscheinlichkeit nach um einen tragischen Unfall. Nach Zeugenangaben überquerte die Person in Höhe des Kreisverkehrs an der B 51 die Gleise und kam dabei zu Fall, als die Bahn vom Völklinger Bahnhof in Richtung Saarbrücken fuhr. Der Mann habe noch versucht, sich aufzurappeln, schaffte es aber nicht mehr schnell genug aus dem Gleis. Der Triebwagenführer leitete sofort eine Notbremsung ein, bei dem Tempo kam sein Zug aber erst über hundert Meter weiter zum Stehen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er erlitt durch den Aufprall schwerste Verletzungen und war sofort tot. Wer die Person ist, ist derweil noch unklar, nach Polizeiangaben wurde er noch nicht identifiziert. Es wird derzeit auch niemand vermisst, der auf das Aussehen des Toten passen würde. Eine Obduktion der Leiche am Montag in der Rechtsmedizin in Homburg soll bei der Identifizierung helfen. Die Bergung des Toten gestaltete sich schwierig, weil die Leiche über eine mehrere Meter hohe Stützmauer gehievt werden musste. Deshalb wurde die Oberleitung abgeschaltet und geerdet, danach wurde der Leichensack mit dem Drehleiterwagen der Feuerwehr gehoben. Nach dem Unfall saßen am Freitag hunderte Reisende zwischen Trier und Saarbrücken fest. In Teilen des Unfallzuges setzte zeitweise die Klimaanlage bei annäherd 30 Grad Außentemperaturen aus. Die Feuerwehr Völklingen errichtete aber innerhalb kürzester Zeit eine Notrampe, über die die 44 Fahrgäste zur Bundesstraße gelangen konnten. Außerdem organisierte die Feuerwehr einen Bus, in dem die Fahrgäste mit Wasser versorgt und später weiter befördert wurden. Menschen in anderen Zügen, die wegen der Streckensperrung nicht weiterreisen konnten, wurden ebenfalls mit Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht.

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