Werbung

Giftig, ätzend und umweltschädlich: Chemie-Einsatz in St. Ingbert

St. Ingbert: Heute Morgen werden Revisionsarbeiten an Aluminium-Schmelzöfen in einem Betrieb in der Saarbrücker Straße in St. Ingbert durchgeführt. Dabei werden mit schwerem Gerät Abraum und Schlacke aus den Öfen entfernt und in Container verladen. Plötzlich stellen die Arbeiter einen stark beißenden und stechenden Geruch in der Produktionshalle fest. Die Feuerwehr St. Ingbert-Mitte, die Gefahrgut-Gruppe der Stadt St. Ingbert und der Wehrführer werden um 6.17 Uhr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stellen auch die Helfer bereits im Umfeld der Halle einen leichten und bei der Erkundung der Halle im Ofenbereich einen stark beißenden und stechenden Ammoniakgeruch fest.

Weiter nach der Werbung
Die Halle ist zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Arbeiter evakuiert worden. Es wird ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Ein Feuerwehrtrupp rüstet sich mit Atemschutz aus, um Messungen mit zwei Spezial-Messgeräten in der Halle durchzuführen. Beide Geräte bestätigen die Vermutung. Zur weiteren Unterstützung wird der Fachberater Chemie des Saarpfalz-Kreises hinzugezogen. Mit einem speziellen Mehrgasmessgerät kann als verantwortlicher Stoff tatsächlich Ammoniak detektiert werden.
Weiter nach der Werbung
Weitere Messungen lokalisieren als Quelle einen Container mit Schlacke. Da dieser Container feucht war, hat die Schlacke darin mit dem Wasser reagiert und dabei die Chemikalie freigesetzt. Die Feuerwehrleute decken den Container mit einer Folie ab. Ein Feuerwehrmann unter Atemschutz bringt mit einem Gabelstapler den Container ins Freie, um weitere Messungen durchzuführen. Danach folgt der Transport in einen belüfteten, sicheren und trockenen Bereich des Unternehmens.
Weiter nach der Werbung
Weitere Messungen in der Halle ergeben keine Hinweise auf weiteren Austritt der Chemikalie. Die Einsatzkräfte lüften die Halle mit Unterstützung eines wasserbetriebenen Lüfters. Nach etwa drei Stunden ist der Einsatz für die 20 Feuerwehrleute beendet. Personen kommen nicht zu Schaden, eine Gefahr für Bevölkerung und Umwelt kann auch ausgeschlossen werden.