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Gruppe will Saarbrücker Bahnhofstraße stürmen: Massiver Polizeieinsatz nach Kurdendemo

Saarbrücken: Eine kurdische Demonstration hält am gestrigen Freitagabend die Beamten der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt in Atem. Die Demo findet zeitgleich zum Bundeskongress der Jungen Union in der Congresshalle und einem Gottesdienst in der Synagoge in der Lortzingstraße statt. Deshalb sind Unterstützungskräfte aus dem ganzen Land mit rund einhundert Beamten an den verschiedenen Örtlichkeiten zeitgleich im Einsatz. Während die Lage bei der Jungen Union und an der Synagoge ruhig bleibt, muss die Polizei bei der Demonstration von Kurden allerdings massiv einschreiten. Eine erste angemeldete Kundgebung des Kurdischen Kulturzentrums, die in enger Abstimmung mit der Polizei stattfindet, verläuft störungsfrei. Danach beginnen jedoch die Probleme.

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Eine Gruppe von etwa 75, nach Polizeiangaben hoch emotionalisierten Angehörigen der kurdischen Gruppierungen setz sich entgegen aller Absprachen in Richtung Bahnhofstraße in Bewegung. Durch den schnellen und konsequenten Einsatz von Polizeikräften wird die Gruppe mit Hilfe einer Absperrung aufgehalten, um Gefahren für Anwohner, Passanten und den Straßenverkehr zu vermeiden.
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Die Gruppe wird letztlich unter Kontrolle gebracht und nach einem kurzen Weg durch die Bahnhofstraße zurück zur Europagalerie begleitet. Hier löst sich der Aufzug nach Anordnung durch die Polizei auf. Im Zusammenhang mit der spontanen Aktion werden Polizeikräfte bedrängt. Die Beamten müssen gegen die Demonstranten teilweise Gewalt anwenden, um ihre Maßnahmen durchzusetzen.
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Verletzt wird dabei aber niemand, allerdings ist ein Polizeibeamter beleidigt worden. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wird eingeleitet. Erst gegen 21.30 Uhr normalisiert sich die Lage in der Stadt wieder. Die Kurden demonstrieren gegen den Einmarsch türkischer Truppen in den kurdisch kontrollierten Teil Syriens.

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