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Hunderte Kollegen begleiten die im Dienst getötete Polizistin auf ihrem letzten Weg

Wadgassen: Einen Tag, nachdem sie 23 Jahre alt geworden wäre, ist heute Mittag unter überwältigender Anteilnahme die Polizeibeamtin zu Grabe getragen worden, die am vergangenen Wochenende bei einem Verkehrsunfall im Dienst ums Leben kam. Die Trauerfeier für die junge Frau, die erst zwei Wochen vor ihrem Tod zur Kommissarin ernannt wurde, war zwar evangelisch. Aufgrund der großen Zahl der Teilnehmer fand sie allerdings in der großen katholischen Pfarrkirche Maria Heimsuchung statt. Dort passen rund 500 Menschen hinein, es kamen mehr als doppelt so viele. Unter den Trauernden fanden sich neben Familie und Freunden auch ehemalige Weggefährten aus dem Handballsport, den die junge Frau begeistert betrieb.
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Es waren aber Polizisten und Polizeianwärter in Uniform, die den Großteil der Besucher ausmachten. Bei der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, wo die junge Frau arbeitete, wurde eine Notbesetzung eingerichtet, damit möglichst viele Kollegen sich von der Verstorbenen verabschieden konnten. Auch hochrangige Beamte und Politiker kamen, um ihr Beileid zum Ausdruck zu bringen. Darunter Saar-Polizeipräsident Norbert Rupp, der Leiter der Polizeidienstelle Saarbrücken-Stadt Udo Schneider, Innenminister Klaus Bouillon, Familienministerin Monika Bachmann und die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.
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Nachdem die Kirchenglocken zwölf Uhr geläutet hatten, wurde der schlichte Holzsarg in einen historischen Leichenwagen getragen und dann mit einem Geleit aus Polizeimotorrädern zum Spurker Friedhof gefahren. Danach folgte schweigend ein langer Trauerzug. Neben Angehörigen und Beamten der Saar-Polizei zogen auch Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Frankreich, Mitglieder der Feuerwehr Saarbrücken, Angehörige des Rettungsdienstes und Soldaten der Bundeswehr mit zum Friedhof.
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Während des Trauerzugs sperrten Polizeibeamte den Straßenabschnitt, was aber zu keinen größeren Problemen führte.

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