Immer mehr Mitarbeiter infiziert: Marienhausklinik St. Wendel schließt

St. Wendel: Das Marienkrankenhaus Am Hirschberg in St. Wendel muss geschlossen werden. Grund ist eine Vielzahl von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus beim Personal. Die Entscheidung haben der Landkreis St. Wendel und das saarländische Gesundheitsministerium am heutigen Samstag getroffen. Die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Mitarbeiter hat sich in dem Krankenhaus seit gestern deutlich erhöht. Sie werden mit all ihren Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt. Deshalb nimmt die Einrichtung ab sofort keine Patienten mehr auf. Patienten, die sich bereits in der Klinik befinden, sollen nach Möglichkeit entlassen oder in andere Einrichtungen verlegt werden. Auch nicht infizierte Mitarbeiter werden an anderen Standorten weiterbeschäftigt. Für akute Notfallpatienten besteht nach wie vor die Möglichkeit, das Marienkrankenhaus aufzusuchen und sich behandeln zu lassen.

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Bereits im Laufe der Woche hatte man die Klinik mehrere Stunden lang für neue Patienten gesperrt. Sieben Mitarbeiter waren zu dem Zeitpunkt positiv getestet worden. Die Kollegen, die mit den Infizierten Kontakt hatten, arbeiteten unter erhöhten Schutzbedingen weiter. Landrat Udo Recktenwald damals: „Wir können nicht alle benötigten Ärzte und Pfleger heimschicken.
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Das Marienkrankenhaus ist nach wie vor funktionsfähig. Das wollen wir so lange wie möglich sicherstellen.“ Als dann noch vier weitere Mitarbeiter positiv getestet wurden, wurde die Aufnahme der Klinik eingestellt und auch ein kurzfristiger Aufnahmestopp für anfahrende Rettungswagen verhängt. Jetzt soll das Marienkrankenhaus St. Wendel ein ausdrücklicher Corona-Standort werden.
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Dort sollen alle Corona-Fälle aus Krankenhäusern der Marienhaus-Gruppe eingeliefert und behandelt werden. Ursprünglich war geplant, die Marienhausklinik in Ottweiler zu diesem Corona-Standort zu machen.

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