Kadaver lagen rum, Tiere waren schlecht versorgt: Nachkontrolle bei Pferdehof ohne Beanstandungen

Saarwellingen: Am 17.12.2019 entdecken Polizeibeamte im Rahmen eines anderweitigen Einsatzes bei einem Betrieb für Pferdehandel in Saarwellingen teils gravierende Missstände. Die mehr als 70 Pferde und Ponys werden nach Angaben der Polizeiinspektion Lebach nicht artgerecht gehalten und versorgt. Auf dem Gelände werden verwesende Kadaver festgestellt, die nicht ordnungsgemäß entsorgt worden sind. Der Amtstierärztliche Dienst beim Landesamt für Verbraucherschutz wird informiert und übernimmt die weiteren Maßnahmen. In der vergangenen Woche nun führt der Amtstierärztliche Dienst eine Nachkontrolle auf dem Gelände in Saarwellingen durch. Der Verantwortliche hat offenbar nachgebessert, was die Versorgung und Unterbringung der Tiere betrifft: Wie die Polizeiinspektion Lebach am heutigen Freitag berichtet, hat es bei der erneuten Kontrolle keinerlei Beanstandungen gegeben.

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Unter anderem sind die herumliegenden Kadaver mittlerweile ordnungsgemäß der Entsorgung zugeführt worden. Seitens der Polizei wird aufgrund der Feststellungen im Dezember dennoch ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Wie die Beamten weiter mitteilen, ist es in der Branche des Pferdehandels offensichtlich eine übliche Praxis, Tiere in größeren Gruppen zu kaufen und wieder zu verkaufen.
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Dabei werden oftmals auch Tiere einfach „mitgekauft“, die sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befinden. Sie wechseln dann innerhalb kürzester Zeit mehrfach den Eigentümer, so dass sich schwer nachweisen lässt, wer letzten Endes für den schlechten Zustand des Tieres zur Verantwortung gezogen werden kann.
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Die Polizei rät Pferdeliebhabern, die ein gesundes Tier erwerben möchten, sich an renommierte Anlaufadressen zu wenden, wo man unangemeldet jederzeit die Stallungen und den gesamten Tierbestand in Augenschein nehmen kann.

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