Werbung

Kampf gegen illegale Einreise: Bundespolizei setzt Drohne im Saarland ein

Merzig: Im Kampf gegen illegale Einreise und Schleuserkriminalität setzt die Polizei im Saarland jetzt auf eine neue Fahndungsmethode. Erstmals hat die Bundespolizeiinspektion Bexbach an der A 8 im Bereich Merzig im Rahmen einer weiträumigen Fahndung im Grenzraum zu Frankreich und Luxemburg auch eine Drohne eingesetzt.

Foto: Bundespolizeiinspektion Bexbach

Mit ihrer Hilfe sollen frühzeitig Ausweichbewegungen aufgeklärt, das Wegwerfen von Ausweisdokumenten vor der Kontrollstelle erkannt und Lastwagen auch schnell von oben kontrolliert werden.

Weiter nach der Werbung
Hintergrund: In der Vergangenheit hat es im Saarland einige Schleusungen gegeben, bei denen sich Personen auf den Ladeflächen von Lastwagen versteckt haben, um so unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Bei der Analyse dieser Fälle ist der Polizei aufgefallen, dass die Personen oft Lkw-Planen vom Dach her aufschneiden, um so vom Fahrer unerkannt auf die Ladefläche zu gelangen.
Weiter nach der Werbung
Mit der Drohne kann die Bundespolizei Lkw nun unkompliziert auf solche Beschädigungen prüfen. Mit diesen Fahndungsmaßnahmen verfolgt die Bundespolizei das Ziel, die unerlaubte Einreise und Schleusungskriminalität auf der westmediterranen Migrationsroute zu bekämpfen. Insgesamt überprüfen die Bundespolizisten beim Großkontrolltag rund 900 Personen.
Weiter nach der Werbung
Hierbei nehmen sie drei Personen fest, die wegen Unfallflucht, Straßenverkehrsgefährdung und Diebstahls bereits verurteilt und mit Haftbefehl gesucht werden. In drei Fällen untersagen die Beamten die Weiterfahrt, weil die Autofahrer keinen Führerschein besitzen. Einen Marokkaner zeigen die Polizisten wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise an. Seine deutsche Begleiterin bekommt eine Anzeige wegen des Verdachts der Beihilfe hierzu. Eine andere Person ist zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.
Weiter nach der Werbung
Hier stellen die Bundespolizisten für die Justiz die aktuelle Wohnanschrift fest. An dem Einsatz sind rund 160 Beamte der Bundespolizeiinspektion Bexbach, der Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern und der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit beteiligt.

Auch interessant: