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Krankenpfleger soll mehrere Patienten in Völklinger SHG-Klinik umgebracht haben

Völklingen: Ein 27 Jahre alter Mann, der als Krankenpfleger in der SHG-Klinik in Völklingen gearbeitet hat, soll dort mehrere Patienten ermordet haben. Bei schwerstkranken Patienten, die in der Klinik gestorben waren, hat man nach deren Tod Medikamente im Körper entdeckt, die nicht von den Klinikärzten verordnet worden sind. Diese Stoffe sind in der Lage, Menschen zu töten. Zu den Taten solle es über den Zeitraum von einem Jahr, von März 2015 bis März 2016, gekommen sein. Sieben der verstorbenen Patienten sind im Laufe der Ermittlungen nach ihrer Beerdigung exhumiert worden.

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Derzeit geht die Staatsanwaltschaft Saarbrücken von fünf Fällen des Mordes und zwei Fällen des versuchten Mordes aus. Ob diese Zahlen noch nach oben korrigiert werden müssen, wird nun ermittelt. Motiv für die Taten nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft:
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Der Mann hat seine Patienten in Todesgefahr bringen und danach selbst reanimieren wollen. Zu den Vorwürfen schweigt der Mann bisher. Sein Fall erinnert stark an den sogenannten „Todespfleger von Oldenburg“.  Der 42-Jährige war wegen hundertfachen Mordes angeklagt und wurde im Juni für 85 Morde zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Auch er wollte seine Patienten, die er selbst in Todesgefahr brachte, selbst reanimieren und so als Held dastehen. Im Fall der Völklinger SHG-Klinik befindet sich der Verdächtige  in Haft, weil er vor dem Landgericht Saarbrücken wegen Betrugs zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Er soll sich unter anderem als falscher Arzt ausgegeben haben.
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Vor seiner Anstellung in Völklingen war er in hessischen Krankenhäusern in Wiesbaden und Frankfurt beschäftigt. Auch dort wird nun geprüft, ob es zu weiteren Taten gekommen sein könnte. Die Ermittlung laufen weiter.
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Aus unbekannten Gründen haben bisher weder Polizei noch Staatsanwaltschaft die Öffentlichkeit über die Vorfälle informiert.

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