Kurioser Einsatz auf der A 8 bei Heusweiler: Flüchtlinge flüchten von Lkw

Heusweiler: Kurioser Einsatz am gestrigen Mittwochnachmittag auf der A 8 bei Heusweiler. Gegen 14.20 Uhr ist ein rumänischer Lkw-Fahrer auf der Autobahn in Richtung Zweibrücken unterwegs. Mit der rumänischen Zugmaschine zieht er einen österreichischen Auflieger, der unter anderem Amazon-Pakete geladen hat. Landespolizeisprecher Georg Himbert: „Der Lkw war unterwegs von Belgien nach Deutschland.“ Kurz hinter der Anschlussstelle Heusweiler hört der Trucker plötzlich Geräusche auf seinem Auflieger. Saar-Bundespolizeisprecher Dieter Schwan: „Es befanden sich Personen auf der Ladefläche, die durch Klopfen auf sich aufmerksam machten.“

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Der Lkw-Fahrer fährt am Rastplatz Kutzhof raus und will nachsehen, was los ist. Da springen auch schon mehrere Personen von der Ladefläche und flüchten zu Fuß vom Rastplatz. Schwan: „Wie viele genau es waren, wissen wir noch nicht.“ Sicher ist: Die Flüchtigen haben sich illegal auf die Ladefläche des Lasters begeben, wohl in der Annahme, dass er sie von Belgien über den Ärmelkanal oder den Eurotunnel nach Großbritannien bringt.
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Als sie dann merken, dass der Laster in die „falsche“ Richtung fährt, wollen sie aussteigen. In der Plane des Lkws prangt nach dem Vorfall ein Loch, durch das die Flüchtlinge wohl ausgestiegen sind. Auf der Ladefläche findet die Polizei nur noch wenige Habseligkeiten: Eine Dose Deo, zwei Flaschen mit Getränken oder Benzin. Nach einer Fahndung kann die Polizei schließlich zwei der Lkw-Reisenden ausmachen. Der 18 Jahre alte Sudanese und ein 29 Jahre alter Eriteer werden in einem Zug erwischt. Die beiden Männer haben inzwischen bei uns einen Asylantrag gestellt.
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Der Lkw-Fahrer wird vor Ort von der Polizei vernommen. Weil es keinen Verdacht darauf gibt, dass er von seinen blinden Passagieren gewusst hat, kann er seine Tour noch am selben Tag fortsetzen.

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