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Mann nach Explosion seines eigenen Sprengsatzes im Wald schwerst verletzt

Völklingen: Wie kann man nur auf so eine Idee kommen? In einem Waldstück bei Wehrden wird ein Mann heute Abend bei einer Explosion schwer verletzt. Der Mann hat versehentlich einen selbst gebauten Sprengsatz ausgelöst. Seine eigene. Aber der Reihe nach. Gegen 17.15 Uhr hören Anwohner in den Stadtteilen Wehrden und Geislautern plötzlich eine gewaltige Detonation. Ein Anwohner, der gerade mit seinem Hund am Waldrand Gassi geht, berichtet: „Bei uns in der Gegend knallt es öfter mal, das kommt dann aber eher aus Richtung Stahlwerk. Das hier kam aus einer ganz anderen Richtung, klang auch anders – und war viel lauter.“ Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß:
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Der Mann, der den Knall ausgelöst hat, liegt mitten im Wald und braucht dringend Hilfe. Mit letzter Kraft schleppt sich der Schwerstverletzte eine Viertelstunde lang an einen Spazierweg in der Nähe des Ehrengrundweihers. Dort findet ihn wenig später ein Passant und wählt den Notruf. Das hätte der verletzte 47-Jährige nicht mehr geschafft: Er hat schwere Verletzungen an der linken Hand und im Gesicht, dazu schwerste Verletzungen an der rechten Hand. Rettungshubschrauber Christoph 16 aus Saarbrücken fliegt die Einsatzstelle am Weiher an. Über die schmalen Waldwege kommen Rettungswagen und Notarztfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes hinzu, Polizeikommandos begleiten die Helfer und weisen ihnen den Weg zur Unglücksstelle.
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Der am Boden liegende Völklinger wird medizinisch versorgt, dann im Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, ob der Sprengsatz, den er versehentlich ausgelöst hat, sein einziger ist: Tiefer im Wald könnte es weitere davon geben.
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Die Polizei sperrt den Waldweg ab, Experten des Bombenkommandos müssen ausrücken, um die Unglücksstelle zu untersuchen. Weitere Sprengsätze werden nicht gefunden. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen übernommen.

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