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Mehrfamilienhaus evakuiert, weil Frau Gasleitung anbohrt

Neunkirchen: Heute Morgen wird die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen zu einem Austritt von explosivem Erdgas in einem Mehrfamilienhaus in die Wilhelmstraße in der Innenstadt gerufen. Um 11.38 Uhr löst die Leitstelle Alarm für die Einsatzkräfte des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt aus, nachdem Anwohner in dem Mehrfamilienhaus einen stechenden Gasgeruch wahrgenommen haben. Feuerwehrsprecher Christopher Benkert: „Weil das explosive Erdgas farb-, geruch- und geschmacklos ist, mischen ihm die Energieversorger einen beißend riechenden und alarmierenden Geruchstoff bei.“ Bei einer ungünstigen Konzentration von Erdgas und Sauerstoff aus der Luft genügt schon der kleinste Funke etwa beim Betätigen eines Lichtschalters, um das Gas zur Explosion zu bringen. Die vielen Bewohner des Mehrfamilienhauses haben beim Eintreffen der Feuerwehr bereits das Gebäude verlassen, zwei Feuerwehrleute gehen mit explosionsgeschützten Atemschutzgeräten und Messgeräten hinein. Im vierten Obergeschoss werden die Helfer fündig: Das Messgerät schlägt deutlich aus und zeigt eine nicht unerhebliche Gaskonzentration an. Nach einer Befragung der Hausbewohner kommt heraus, dass im Haus offenbar Renovierungsarbeiten im Gange sind. Feuerwehrsprecher Benkert weiter: „Eine Hausbewohnerin hat beim Bohren eines Loches offenbar eine Gasleitung in der Wand beschädigt.“ Nach gewaltsamem Öffnen einer Kellertür wird der Gashaupthahn geschlossen und so ein weiterer Gasaustritt verhindert. Dann wird mit einem speziellen Belüftungsgerät frische Luft in das Haus geblasen, um die gefährliche Gaskonzentration zu beseitigen. Nach Freigabe durch den kommunalen Energieversorger KEW dürfen die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurück. Der Einsatz für die neun Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt ist nach rund einer Stunde beendet.

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