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Mutter und Bruder tot: 40-Jähriger soll wegen Gemeingefährlichkeit weggesperrt werden

Saarbrücken: Anklage gegen einen 40 Jahre alten Deutschen beim Landgericht Saarbrücken. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine 72 Jahre alte Mutter und seinen 32 Jahre alten Halbbruder im Stadtteil Dudweiler umgebracht zu haben. Das soll sich nach den Ermittlungen der Behörden abgespielt haben: Am 21. September geht der 40-Jährige frühmorgens in die Wohnung seiner Mutter in einem der Hochhäuser in der Skalleystraße, wo auch sein  Halbbruder wohnt. Dort greift er sich ein Küchenmesser mit einer Klinge von etwa 20 Zentimetern Länge und sticht damit zunächst seiner Mutter mehrfach in den Bauch und in den Brustkorb.

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Die 72-Jährige flieht panisch aus der Wohnung, kommt später mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Dort stirbt sie jedoch nach vier Tagen an ihren schweren Verletzungen. Nach dem Angriff auf seine Mutter attackiert der 40-Jährige dann seinen Halbbruder. Mindestens 20 Mal sticht er auf den 32-Jährigen ein. Der Mann hat keine Chance, er stirbt noch im Flur der kleinen Wohnung. Soweit die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige wird kurz nach dem schrecklichen Angriff festgenommen, kommt dann zunächst in Untersuchungshaft.
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Später wird er in der Saarländischen Klinik für forensische Psychiatrie untergebracht, denn der Beschuldigte leidet an einer schizophrenen Psychose. Die Behörden gehen davon aus, dass er seine Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat. Vor dem Angriff auf seine Familie ist er strafrechtlich noch nicht auffällig geworden.
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Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass von dem Mann psychisch bedingt in Zukunft erhebliche Straftaten zu erwarten sind und er für die Allgemeinheit gefährlich ist. Deshalb soll das Gericht die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anordnen. Einen Termin für den Prozessbeginn gibt es noch nicht.

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