Schiffweiler: Nach einer Serie von Bränden in Schiffweiler kann das Fachdezernat der Polizei für Branddelikte im Landeskriminalamt nun einen Ermittlungserfolg vermelden. Zusammen mit Kräften der Polizeiinspektion Neunkirchen haben die Fahnder einen Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Mann aus Schiffweiler erhärten können. Am heutigen Donnerstag kommt es in dem Verfahren zu Durchsuchungen in insgesamt vier Objekten. Dabei wird auch der Spind des Heranwachsenden im Feuerwehrgerätehaus durchsucht.
Die unheimliche Brandserie beginnt am 27. Mai: Auf einem Firmengelände im Gewerbepark Klinkenthal in Schiffweiler stehen plötzlich mehreren Holzpaletten in Flammen. Darauf abgestellt sind mehrere Behältnisse mit Kunststoffgranulat. Nur dadurch, dass das Feuer frühzeitig entdeckt und umgehend gelöscht wird, kann eine massive Brandausbreitung verhindert werden. Der entstandene Sachschaden beträgt nach Schätzungen der Polizei mehrere 10.000 Euro.
Experten des Fachdezernats für Branddelikte nehmen die Arbeit auf und stellen schnell fest, dass Ursache für das Feuer eine vorsätzliche Brandlegung durch Menschenhand gewesen ist. Durch umfangreiche Ermittlungen ergibt sich dann ein Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Mitarbeiter der Firma. Weitere Ermittlungen erhärten den Verdacht, dass der junge Mann mindestens sieben Flächenbrände in der Gemeinde gelegt haben könnte.
Heute dann die Vollstreckung des Durchsuchungsbeschlusses, den die Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragt und das Amtsgericht Saarbrücken erlassen hat. Kräfte des Dezernats für Branddelikte sowie Beamte des Kriminal- und Ermittlungsdienstes der Polizeiinspektion Neunkirchen durchkämmen neben zwei Wohnungen auch Teile der Arbeitsstelle des Verdächtigen sowie den persönlichen Spind des Feuerwehrmanns im Gerätehaus Landsweiler-Reden.
Dabei werden Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden müssen. Aktuell wird geprüft, ob der Mann für eine weitere Serie von Bränden im Umfeld leerstehender Gebäude im Raum Schiffweiler verantwortlich sein könnte.

