Paketbote mit mehr als drei Promille aus dem Verkehr gezogen

Wadgassen: Am gestrigen Mittwochmorgen gegen 8.10 Uhr teilen Verkehrsteilnehmer der Polizei mit, dass ein Transporter auf der A 620 in starken Schlangenlinien unterwegs ist. Es ist dabei auch schon zu mehreren gefährlichen Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern gekommen. Die Polizeiinspektion Völklingen nimmt umgehend die Verfolgung auf. Der Transporter einer Zustellfirma, der von Wadgassen in Fahrtrichtung Saarbrücken unterwegs ist, kann schließlich an der Anschlussstelle Klarenthal von einem Streifenwagen von der Autobahn geleitet werden. Die Beamten halten den Lieferwagen an und kontrollieren den Fahrer. Schnell ist den Beamten der Grund für die irre Fahrt klar: Der 52-jährige aus Saarwellingen, der am Steuer sitzt, steht eindeutig unter dem Einfluss von Alkohol. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert von weit mehr als drei Promille. Der 52-Jährige zeigt den Beamten einen bulgarischen Führerschein vor.

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Es stellt sich aber heraus, dass der Saarwellinger eine Fahrerlaubnissperre hat. Er hat daher keinen deutschen Führerschein und darf in Deutschland derzeit kein fahrerlaubnispflichtiges Kraftfahrzeug führen. Daran ändert auch der bulgarische Führerschein nichts, den der Mann offenbar nach dem Verlust des deutschen Lappens gemacht hat.
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Mit diesem Führerschein darf der Mann auch tatsächlich Auto fahren, nur eben nicht in Deutschland. Der ausländische Führerschein wird zur Verhinderung weiterer verbotener Fahrten sichergestellt und entsprechende Strafverfahren gegen den 52-jährigen Zusteller eingeleitet.
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Um welchen Zustelldienst es sich handelt, teilen die Beamten der Polizeiinspektion Völklingen nicht mit. Das Fahrzeug muss nach der Kontrolle von einem Ersatzfahrer abgeholt werden. Nach Angaben des Arbeitgebers ist der Mann fristlos entlassen worden. Verspätungen bei der Auslieferung hat es nicht gegeben.

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