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Polizei bewacht zukünftiges Flüchtlingshaus nach drei Brandanschlägen

Völklingen: Nachdem ein oder mehrere Täter innerhalb einer Woche in drei Nächten Feuer in einem Gebäude gelegt haben, das nach seiner Renovierung unter anderem als Flüchtlingseinrichtung genutzt werden soll, will die Polizei nun keinen weiteren Zwischenfall mehr riskieren und bewacht den Komplex in der Zilleichstraße im Stadtteil Wehrden ganz offen. Zum ersten Mal brannte es in dem 1956 errichteten mehrgeschossigen Haus am Freitag vergangene Woche. Die Brandstifter verschafften sich mit massiver Gewalt Zugang und zündelten. Am Mittwoch dann Brand Nummer zwei, wieder wurde zuvor in das leer stehende Haus eingebrochen. Der dritte Brand dann am frühen Freitagmorgen. Gegen vier Uhr dringen der oder die Brandstifter wieder in den Bau ein und legen dieses Mal gleich an zwei Stellen Feuer. Es brennt sowohl im Keller, als auch unter dem Dach. Dieses Mal wird auch der Dachstuhl schwer beschädigt, Feuerwehr und THW müssen ihn am folgenden Tag absichern. Neben Brandermittlern wird auch die Abteilung Staatsschutz der Polizei in die Ermittlungen involviert, weil das Gebäude nach der Sanierung auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden soll und die Polizei einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Brandstiftungen nicht ausschließen kann. Es wird eine eigene, sechs Mann starke Ermittlungsgruppe gegründet. Am Freitag untersucht auch ein aus Baden-Württemberg angeforderter Spürhund der Polizei den Tatort. Eine heiße Spur haben die Beamten noch nicht. Allerdings wird aufgrund identischer Tatbegehungen vermutet, dass der oder die immer gleiche Täter hinter den Bränden steckt. Das Eckhaus in der Zillichstraße diente vor der Sanierung als Notunterkunft der Stadt unter anderem für Obdachlose. Nach der Renovierung sollen dort neun Wohnungen für Flüchtlinge entstehen. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar, die Fertigstellung der Einrichtung wird sich aber durch die Straftaten verzögern.

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