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Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest, Richter schickt ihn in geschlossene Anstalt

Saarbrücken: Feueralarm am Wochenende in Saarbrücken. Am frühen Samstagmorgen steht kurz vor vier Uhr ein SUV in Flammen, der in einer Tiefgarage in der Saargemünder Straße in Alt-Saarbrücken geparkt ist. Auf die Tiefgarage aufgebaut ist ein großes Mehrparteienanwesen. Der dichte Rauch, der bei dem Brand des Fahrzeugs entsteht, zieht über alle Stockwerke des Wohnkomplexes. Dadurch entsteht nach Angaben des Landespolizeipräsidiums ein erheblicher Gebäudeschaden und es werden in der Tiefgarage mehrere geparkte Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Viel schlimmer ist aber, dass der dichte Rauch den Bewohnern des Gebäudes den Weg ins Freie abschneiden kann.

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Die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr rücken daher mit einem Großaufgebot an uns bringen die Bewohner ins Freie. Etwa 40 Menschen werden evakuiert und im weiteren Verlauf in einem angeforderten Linienbus der Saarbahn untergebracht. Die Feuerwehr stellt unter anderem zwei Drehleiterwagen auf, kontrolliert noch einmal jede Wohnung.
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Zeitgleich gehen die Helfer mit schwerem Atemschutz ausgerüstet gegen das Feuer vor. Verletzt wird bei dem Einsatz niemand, es entsteht allerdings ein Gesamtschaden von mehr als 100.000 Euro. Das Anwesen ist mittlerweile wieder bewohnbar, so dass alle Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.
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Noch während der Löscharbeiten nimmt die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Schnell ist klar: Es kommt Brandstiftung in Frage. Im Laufe der Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen einen 50-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Ob er in dem Anwesen wohnt, teilt die Polizei nicht mit.
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Der Mann wird festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken einem Richter beim Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt. Der entscheidet, dass der Mann als gefährlich einzustufen ist und ordnet an, dass der 50-Jährige in der geschlossenen Forensik in Merzig untergebracht wird.

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