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Polizei von Automaten-Sprengern in der Dienststelle eingesperrt

Merzig: Die Polizei hat weitere Details zu der Geldautomatensprengung in der vergangenen Nacht bekannt gegeben. Den Tätern war demnach sehr wohl bewusst, dass sich die nächste Polizeiinspektion nur 250 Meter Luftlinie entfernt vom Kaufland in der Rieffstraße befindet, wo die beiden Automaten gesprengt wurden. Denn als die Detonation im Kaufland gegen 4.30 Uhr zu hören ist und der Alarm bei den Beamten aufläuft, können die zunächst nicht ausrücken. Polizeisprecher Georg Himbert: „Die Täter haben das Tor der Polizeiinspektion mit einer massiven Kette versehen, sodass die Kollegen nicht wie gewohnt ausrücken konnten. Sie mussten dann eine Nebenausfahrt nutzen.“ In der Zwischenzeit machen sich die Täter aus dem Staub.
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Das Vorgehen in Merzig passt dabei zu einer ganzen Reihe von Vorfällen, neben dem Saarland haben die hochprofessionellen Täter bislang vor allem in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen zugeschlagen. Zunächst werden Motorroller geklaut, die dann mit fensterlosen Lieferwagen zum Tatort gebracht werden. Mithilfe von Gas, das in die Automaten geleitet wird, werden die Geräte gesprengt.
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Danach sammeln die Täter die Geldscheine aus den Kassetten ein. Mit den Motorrollern flüchtet die Bande nach den Explosionen blitzschnell vom Tatort. Mit einem wartenden Fluchtwagen macht sich die Gruppe dann aus dem Staub. Im Fall der Detonation in Saarbrücken vor drei Tagen wurden ebenfalls Motorroller verwendet. Die zwei Maschinen wurden später in Brebach entdeckt.
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Am St. Johanner Markt hatten sich gegen 3.30 Uhr drei maskierte Männer in das Gebäude der Bank 1 Saar geschlichen und Gas in die Geldautomaten geleitet. Nach dem Knall sahen Anwohner die drei Täter, wie sie auf Motorrollern oder Motorrädern durch die Fröschengasse in Richtung Saarufer flüchteten. Die Polizei rechnet mit weiteren Taten.

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