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Um Unfall auf der A 620 zu vertuschen: Franzosen fackeln eigenes Auto ab

Saarbrücken: Drei Männer aus Frankreich im Alter von 27 bis 30 Jahren sind gestern Abend mit ihrem Wagen auf der A 620 unterwegs. Plötzlich kommt das Fahrzeug von seiner Spur ab und kracht in die Leitplanke. Das Trio fährt mit dem Unfallwagen noch einige Meter in Richtung Deutschmühlental und französische Grenze. Doch in Höhe des Messegeländes bleibt das Auto aufgrund eines technischen Defektes stehen. Der Fahrer schafft es noch, einen Parkplatz in der Gersweilerstraße anzusteuern. Die drei Franzosen steigen aus und entschließen sich zu einem radikalen Schritt, vermutlich um die Spuren des Unfalls zu verwischen. Sie setzen den Wagen gegen 23 Uhr in Brand und flüchten dann zu Fuß vom Tatort. Dabei werden sie allerdings gesehen und jemand wählt den Notruf.

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Die Beamten der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt in der Karcherstraße rücken zum Tatort aus und können dort tatsächlich das Fahrzeug vor Ort in Vollbrand vorfinden. Gefährlich: In unmittelbarer Nähe zum Brandherd ist ein Wohnwagen abgestellt, der im Bereich des Funkenschlags und der direkten Rauchentwicklung steht.
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Und wie sich herausstellt, wird der Wohnwagen von seinem Besitzer als Schlafstätte genutzt. Erst, als die Polizei eintrifft, wird der schlafende Mann auf das Geschehen aufmerksam und kann den Wohnwagen selbstständig und unverletzt verlassen. Das Feuer hat zum Glück noch nicht übergegriffen. Die Polizei macht sich derweil auf die Suche nach den Brandstiftern. Und wird schon nach kurzer Zeit fündig.
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Die drei alkoholisierten Täter können noch im Umfeld des Tatorts aufgegriffen werden. Weitere Ermittlungen führen dann zu dem vorausgegangenen Unfall auf der Stadtautobahn. Alle drei erwarten nun Anzeigen wegen Brandstiftung sowie den Fahrer des Fahrzeugs ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

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