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Polizei zieht „Ratte“ aus dem Verkehr

Saarbrücken: Eine sogenannte „Ratte“ hat die Verkehrspolizei im Saarland an Ostern aus dem Verkehr gezogen. Darunter versteht man ein getuntes, aber verrostetes und in schlechtem Zustand scheinendes Fahrzeug. Engagierte Tuner nutzen die Wintermonate oft, um ihre Fahrzeuge in dieser Zeit durch technische und optische Veränderungen „aufzumotzen“. Viele Fahrzeuge werden deshalb mit Saisonkennzeichen versehen und dürfen nur zwischen April und Oktober im öffentlichen Straßenverkehr fahren. Der offizielle Saisonbeginn an „Carfreitag“ und das gute Wetter an den Osterfeiertagen führt in diesem Jahr zu einer Vielzahl solcher Ausfahrten, auf die die Polizei mit speziellen Kontrollen reagiert.

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Beamte des  Verkehrsdienstes West kontrollieren etwa von Ostersamstag bis Ostermontag gezielt auffällig veränderte Autos und Zweiräder sowie deren Fahrer. Die Bilanz: Zwei Fahrzeugführer müssen aufgrund des Fahrens unter Rauschmitteleinfluss mit dem Verlust ihres Führerscheines rechnen. Bei fünf Fahrzeugen ist die Betriebserlaubnis aufgrund der Tuningmaßnahmen erloschen.
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Die Fahrzeuge müssen auf Anhängern oder Abschleppwagen die Heimreise antreten. Fahrer und Halter müssen neben einem Bußgeld von bis zu 270 Euro auch die Kosten für den Transport und die Vorführung bei einem technischen Überwachungsverein übernehmen. Die Fahrzeuge dürfen erst wieder nach einer Überprüfung und der anschließenden Erlaubnis der zuständigen Zulassungsstelle im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. 
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Am Ostermontag wird dann die „Ratte“ aus dem Verkehr gezogen. Die Betriebserlaubnis ist erloschen, weil der VW Käfer mit einem nicht zulassungsfähigen offenen Sportluftfilter betrieben wird und lediglich über eine Bodenfreiheit von sieben Zentimetern verfügt. Die Polizei sagt aber auch: Die meisten kontrollierten Fahrzeuge sind nicht zu beanstanden, weil alle Veränderungen nach einer technischen Abnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer in den entsprechenden Fahrzeugpapieren eingetragen sind. Dennoch werden Kontrollen dieser Art fortgeführt.