Saar-Winterdienste streiken – Morgen könnte es Schneechaos geben


Saarland: Der dbb beamtenbund und tarifunion sowie die Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten (VDStra) haben für Montag, den 04. Dezember und Dienstag, den 05. Dezember 2023 zu einem zweitägigen Warnstreik im Straßen- und Verkehrsdienst des Saarlandes aufgerufen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder, bei denen der dbb eine Erhöhung von 10,5 Prozent, mindestens jedoch 500 Euro mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fordert.

Die Streikaktionen könnten inmitten der Winterperiode zu deutlichen Einschränkungen im Winterdienst führen. Der Landesbetrieb für Straßenbau ist normalerweise für die Instandhaltung und den Service von etwa 1800 Kilometern Straße zuständig, darunter rund 300 Kilometer Bundesstraßen und 1490 Kilometer Landesstraßen. Rund 200 Beschäftigte sind in den vier Straßenmeistereien des Landes im Schichtdienst für den Winterdienst eingeplant.

Als Höhepunkt der Streikaktionen ist für Dienstag, den 5. Dezember 2023, ein ganztägiger Warnstreik im gesamten Landesdienst des Saarlandes angesetzt. Die Demonstranten versammeln sich ab 11:00 Uhr im Bürgerpark in Saarbrücken und ziehen von dort aus durch die Innenstadt zur Staatskanzlei, wo um 12:00 Uhr eine gemeinsame Abschlusskundgebung mit den DGB-Gewerkschaften stattfindet. Es wird erwartet, dass sich über 1000 Beschäftigte und Beamte an den Streikaktionen beteiligen werden.

Dazu kommt: Morgen wird Schneefall im Saarland erwartet. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) beginnt der Schneefall ab Montagmittag von Westen her, wobei die Schneefallgrenze im Laufe des Tages ansteigen wird. Auf den noch kalten Böden kann es regional zu Glatteis kommen. Im Flachland sind 1-2 cm Neuschnee möglich, während in den Staulagen des Berglandes vor dem Übergang zu Regen noch einmal 5-10 cm Schnee fallen könnten.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt vom Medienverbund Saarland