Schüler droht, Klassensäle abzufackeln: SEK-Einsatz in Kleinblittersdorf

St. Ingbert: Aufregung am heutigen Mittwoch am Berufsbildungszentrum in der Heinrich-Laur-Straße in St. Ingbert. Am frühen Nachmittag kündigt einer der Schüler einem Klassenkameraden gegenüber telefonisch einen Amoklauf an. Gegen 13 Uhr erklärt er, „die Klassensäle abzufackeln“. Möglicher Grund für die Aktion: Der junge Mann ist im Laufe des Vormittags der Schule verwiesen worden. Gegen 13 Uhr geht der Mitschüler zur Schulleitung, eine Mitarbeiterin der Schule verständigt daraufhin unverzüglich die Polizei. Die Beamten bewerten den Vorfall und nehmen die Sache durchaus Ernst.

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Durch intensive Ermittlungen gelingt es den Einsatzkräften, den Aufenthaltsort des Schülers in seiner Wohnung in Kleinblittersdorf zu bestimmen. Das Gebäude wird unauffällig observiert, das Spezialeinsatzkommando aus Saarbrücken hinzugezogen. Gegen 16 Uhr erscheint den Beamten die Situation günstig. Die Elitebeamten des SEKs stürmen das Gebäude und nehmen den Mann fest. Dabei wird niemand verletzt.
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Die Ermittlungen, vor allem hinsichtlich seiner Motivation, dauern noch an. Immer wieder kommt es zu mehr oder weniger ernstgemeinten Amokdrohungen an Schulen im Saarland. Erst in der vergangenen Woche hatte sich in Wadern ein ähnlicher Fall ereignet, als ein junger Mann seiner Ex-Freundin gegenüber erklärt hatte, einen Amoklauf an deren Schule zu planen.
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Auch in diesem Fall tat die Mitwisserin das einzig Richtige und wandte sich an die Schulleitung. Der junge Mann wurde an seinem Arbeitsplatz von der Polizei angetroffen und vorläufig festgenommen. Die Folgen einer solchen Drohung können weitreichend sein. Täter müssen damit rechnen, auf Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung hin überprüft zu werden.
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Außerdem können ihnen die Kosten des Einsatzes auferlegt werden, was schnell zu Beträgen von mehreren tausend Euro führen kann.

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