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SEK stürmt nach Juwelier-Überfall falsches Auto in Saarbrücken

Saarbrücken: Spektakulärer SEK-Einsatz heute Nachmittag in der Innenstadt. Vorausgegangen: ein brutaler Raubüberfall auf einen Luxemburger Edel-Juwelier. Zwei bewaffnete Männer stürmen am späten Vormittag den Schmuckhändler in der Rue Philippe II in Luxemburg-Stadt. Es wird sogar geschossen, eine Person erleidet durch einen Streifschuss eine Verletzung. Die Täter flüchten zunächst in einem schwarzen Renault Mégane mit französischen Kennzeichen aus der Gegend um Lyon, steigen dann in einem Hinterhof am Boulevard Charles Marx in einen dunkelgrünen 3er-BMW Kombi um und fahren mit einem weiteren Mann davon. Um Spuren zu verwischen, wird im Inneren des Renaults ein Feuerlöscher abgefeuert.
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Ein Zeuge merkt sich, dass das Kennzeichen des neuen Fluchtwagens mit „M“ beginnt, die Polizei startet auch im Saarland eine Großfahndung. Auf der Hauptstraße im luxemburgischen Capellen wird am frühen Nachmittag tatsächlich ein BMW mit Münchner Kennzeichen entdeckt und gestoppt, doch der Wagen hat nichts mit dem Überfall zu tun.
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Gegen 13.30 Uhr dann Einsatz in der Mainzer Straße in Saarbrücken. Elitebeamte des SEK halten einen schwarzen 5er BMW an, auch dieser Wagen hat ein Münchner Kennzeichen und ist auf eine Autovermietung zugelassen. Der Mann wird festgenommen und abgeführt. Ein Streifenwagen sichert das gestoppte Fahrzeug auf der Linksabbiegerspur ab, während Experten des Kriminaldauerdiensts das Innere und den Kofferraum untersuchen.
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Nach kurzer Vernehmung des Verdächtigen ist dann aber klar: Das Auto und der Fahrer haben mit dem Raubüberfall nichts zu tun. Der Mann darf seine Fahrt fortsetzen. Die Suche nach den eigentlichen Räubern läuft derweil weiter auf Hochtouren. Ob die Täter bei dem Überfall Beute machten und wie hoch die ausfiel, hat die luxemburgische Polizei noch nicht bekannt gegeben.

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