Sie kam nicht mehr aus dem Urlaub: Vermisste Seniorin offenbar umgebracht

Heusweiler: Die seit 19. September im Heusweiler Ortsteil Niedersalbach vermisste Gerda S. (72) ist offenbar umgebracht worden. Das berichtet das Landespolizeipräsidium Saarbrücken am heutigen Dienstag. Demnach kontrollieren Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt am Samstag in Saarbrücken-Ensheim nach einem Zeugenhinweis ein verdächtiges Fahrzeug und dessen Insassen. Bei der Kontrolle werden der Personalausweis und das Sparbuch der vermissten Frau entdeckt, dazu hochwertige Uhren.

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Die Seniorin hatte sich von ihren Nachbarn in einen zweiwöchigen Urlaub in den Schwarzwald verabschiedet, den sie nach eigenen Angaben zusammen mit einer anderen Frau verbringen wollte. Als die Heusweilerin von dem Urlaub nicht zurückkehrte, verständigten die Nachbarn die Polizei.
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Die Insassen des verdächtigen Wagens, eine 66-Jährige und ihr 44 Jahre alter Sohn, werden am Samstag umgehend festgenommen. Bei der Verdächtigen, eine mutmaßliche Familienangehörige der Vermissten, soll es sich um die Frau handeln, mit der die 74-Jährige in Urlaub gefahren ist. Überprüfungen des Dezernats für Straftaten gegen das Leben ergeben, dass sich die beiden Frauen tatsächlich in einem Hotel im Schwarzwald aufgehalten haben und auch gemeinsam wieder abgereist sind. Seitdem gibt es von der 74-Jährigen aber kein Lebenszeichen mehr.
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Zeugen wollen die Vermisste am 1. Oktober noch lebend bei ihrer Rückreise ins Saarland gesehen haben. Aufgrund der Gesamtumstände erlässt das Bereitschaftsgericht Saarbrücken gegen die 66-Jährige und ihren Sohn Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die beiden Tatverdächtigen befinden sich nun in den Justizvollzugsanstalten Saarbrücken und im rheinland-pfälzischen Zweibrücken.
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Heute durchsuchen die Fahnder ein Anwesen der Tatverdächtigen im grenznahem Frankreich. Ob dort die Leiche der Vermissten gefunden werden kann, ist unklar. Die Ermittlungen laufen weiter.

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