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Staatsanwalt sicher: Obdachloser wollte Busfahrer töten

Saarbrücken: Am Dienstag, 10. Februar, kommt es in der Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Obdachlosen und einem Busfahrer, die tödlich hätte enden können. Gegen 19.40 Uhr lässt der 46-Jährige am Steuer des Linienbusses der Stadtbahn Saar an der Haltestelle Johanneskirche in der Dudweilerstraße Fahrgäste ein- und aussteigen. Es will auch ein Mann zusteigen, der eine geöffnete Getränkedose in der Hand hält. Der Busfahrer erklärt dem Mann, dass er mit der offenen Dose nicht in den Bus einsteigen kann. Das will der Fahrgast offenbar nicht hinnehmen. Statt auszusteigen zieht er plötzlich ein Messer und versucht mehrmals gezielt, dem Busfahrer in den Hals zu stechen. Nur durch reflexartiges Ausweichen kann sich der Fahrer den Angriffen entziehen und Schlimmeres verhindern. Nach der Tat flieht der Messermann zunächst unerkannt zu Fuß. Die Polizei startet aufwendige Ermittlungen nach dem Täter. Es werden unter anderem Videobeweise aus dem Bus ausgewertet und Videos des Vorfalls, die in Social-Media-Kanälen auftauchen. Nach Sichtung des Bildmaterials gehen die Ermittler nicht mehr von einer einfachen Bedrohung aus, sondern vom Verdacht des versuchten Totschlags. Die Beamten des Dezernats für Straftaten gegen das Leben können schnell einen Verdacht gegen einen 34-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz erhärten, doch der Obdachlose ist zunächst nicht auffindbar. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragt in Abwesenheit beim Amtsgericht einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Dieser Haftbefehl kann dann heute, 20 Tage nach der Tat, vollstreckt werden. Fahnder haben den Mann in der Wohnung seiner Freundin in Saarbrücken aufgespürt. Nach der Vorführung vor dem zuständigen Amtsrichter sitzt der Verdächtige nun in der JVA Saarbrücken auf der Lerchesflur. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

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