Stundenlanger Polizeieinsatz: Anrufer droht, Kaufland in die Luft zu jagen

Riegelsberg: Sprengstoff-Alarm am Kaufland in Riegelsberg in der Nacht zum heutigen Donnerstag. Kurz nach drei Uhr geht über Notruf 112 ein Anruf bei der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr auf dem Saarbrücker Winterberg ein. Nach Angaben eines Sprechers der Polizeiinspektion Völklingen teilt ein männlicher Anrufer in dem Telefonat dem Disponenten mit, dass mehrere Sprengsätze im Riegelsberger Kaufland in der Saarbrücker Straße deponiert worden sind. Am Morgen um genau sieben Uhr sollen die Sprengkörper gezündet werden.

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Dann legt der Anrufer auf. Die Rettungsleitstelle informiert umgehend die Führungs- und Lagezentrale der Polizei in Saarbrücken. Die Polizei nimmt den Vorfall sehr ernst. Mehrere Polizeikommandos fahren zu dem Einkaufsmarkt und umstellen das Gebäude und den dazugehörigen Parkplatz. Erste Untersuchungen ergeben keinen Hinweis darauf, dass jemand in den Supermarkt eingebrochen sein könnte, um Sprengkörper zu deponieren.
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Auch auf den Parkplätzen rings um den Kaufland-Markt gibt es keine Auffälligkeiten. Um ganz sicher zu gehen, wird die Diensthundestaffel informiert. Ein Sprengstoffspürhund durchsucht den kompletten Markt. Doch auch das Tier zeigt keine Auffälligkeiten an. Gegen 6.30 Uhr ist die Durchsuchung des Gebäudes abgeschlossen, gefunden wird nichts. Weil die Explosion für sieben Uhr angedroht worden ist, wenn der Markt normalerweise öffnet, wird noch etwas mit der Freigabe gewartet. Die ersten Kunden, die am frühen Morgen einkaufen wollen, werden von den Beamten weggeschickt.
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Erst um 7.25 Uhr kann das Geschäft dann regulär öffnen. Die Ermittlungen der Polizei gegen Unbekannt laufen nun auf Hochtouren. Das Notruf-Band der Rettungsleitstelle wird sichergestellt und ausgewertet, eine Rückverfolgung des Anrufs in die Wege geleitet, der Marktleiter des Kauflands zu möglichen Verdächtigen befragt. Ähnliche Fälle in letzter Zeit sind der Polizei nicht bekannt.

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