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Täter ringt nun selbst mit dem Tod: Ermittlungen wegen versuchten Mordes an Ehefrau

Rehlingen-Siersburg: Der Mann, der am Wochenende versucht hat, seine eigene Ehefrau in einem Pflegeheim umzubringen, kämpft nun im Krankenhaus selbst um sein Leben. Der 57 Jahre alte Saarwellinger besuchte seine 63 Jahre alte demenzkranke Frau am Sonntag in einem Alten- und Pflegeheim in Niedaltdorf. Dabei soll er den Plan gefasst haben, die Frau umzubringen. Er zerschlug nach Angaben der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zunächst eine Glasflasche auf dem Kopf seines Opfers. Danach versuchte er, mit den Scherben des abgebrochenen Flaschenhalses seiner Frau den Hals durchzuschneiden. Doch das misslang und die 63-Jährige fing an, laut zu schreien. Die Schreie hörte eine Pflegekraft und stürmte sofort in das Zimmer der Dame. Beim Anblick der Mitarbeiterin ließ der Mann von seiner Ehefrau ab und flüchtete aus dem Gebäude. Danach setzte er sich vor dem Pflegeheim in sein Fahrzeug und raste in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, etwa 200 Meter weiter gegen einen Brückenpfeiler.

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Doch der Mann überlebte den Unfall und kroch aus seinem Wagen. Um abermals zu versuchen, seinem Leben ein Ende zu bereiten, stürzte sich der 57-Jährige bereits schwer verletzt in die Nied. In der Zwischenzeit hatte das Pflegepersonal des Altenheims bereits den Notruf gewählt.
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Die kurze Zeit später eintreffenden Einsatzkräfte der Polizei Saarlouis und der Feuerwehr gelang es, den Mann aus dem Fluss zu retten. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Saarbrücker Klinik verbracht. Auch die Ehefrau wurde zwar massiv, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
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Wie der Ehemann noch am Tatort äußerte, wollte er seine Frau von ihrem Leid erlösen. Die Ermittlungen werden durch das Fachdezernat für Tötungsdelikte und dem Kriminaldauerdienst geführt und dauern an. Die Beamten ermitteln gegen den Mann wegen versuchten Mordes.