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Videoüberwachung: Hier kommen die Kameras hin

Saarbrücken: Vor einem halben Jahr hat das Innenministerium die Saar-Polizei beauftragt, ein Konzept zur Einführung von Videoüberwachung in der Landeshauptstadt zu entwickeln. Mit einem Team von sieben Mitarbeitern des Polizeipräsidiums und einem Ingenieurbüro, das beratend zur Seite stand, wurde analysiert, wo Videoüberwachung besonders sinnvoll eingesetzt werden könnte. Drei Standorte präsentierte die Projektgruppe im vergangenen Dezember dem Innenministerium. Jetzt hat Innenminister Klaus Bouillon diese Standorte genehmigt: Es sind der Vorplatz des Hauptbahnhofs, die Reichsstraße vor der Europagalerie und der Bereich vor der Johanneskirche. Der Saarbrücker Hauptbahnhof wird täglich von rund 30 000 Passanten frequentiert, die Europagalerie sogar von bis zu 76 000 Besuchern. Auch vor der Johanneskirche mit einer Saarbahn-Haltestelle und einem Treffpunkt für Randständige herrscht jede Menge Betrieb. Die Errichtung der Kameras muss zunächst von der Landeshauptstadt genehmigt werden, erst dann können die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden. Innenminister Bouillon: „Seit Mitte Dezember sind wir für eine Erprobungsphase an der Johanneskirche startbereit. Allerdings befinden wir uns immer noch in Gesprächen mit der Stadt, die dieses Vorhaben mittragen muss. Dabei zeigen die jüngsten Ereignisse an der Johanneskirche auf, wie wichtig es ist, zeitnah Videotechnik an Gefahrenschwerpunkten zu installieren.“ Daneben laufen Gespräche mit der Deutschen Bahn, der Bundespolizei und den Betreibern der Europagalerie. Etwa vier Monate nach Ausschreibungsbeginn sollen dann die ersten Kameras aufgestellt werden. Das Unabhängigen Datenschutzzentrum Saarland ist in das Projekt eingebunden, um sicherzustellen, dass bei der Videoüberwachung dem Datenschutz Rechnung getragen wird. Für das Projekt stehen 616 000 Euro bereit.

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