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Vierjähriges Mädchen stirbt in Saarbrücken an schwerer Grippe

Saarbrücken: Letzten Donnerstag kommt es zu einem tragischen Todesfall eines vier Jahre alten Mädchens aus dem Stadtteil Altenkessel. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Gesundheitsbehörden hat sich der Verdacht bestätigt, dass das Kind nach einer außergewöhnlich schwer verlaufenen Grippeinfektion am dadurch verursachten Organ- und Kreislaufversagen gestorben ist. In der Diagnose im Labor konnten eindeutig Viren des Erregers Influenza A, genauer gesagt vom Typ H1N1 pdm09, nachgewiesen werden. Dieser Erreger wurde erstmals in der Grippesaison 2009 beschrieben und wird seitdem in jeder Grippesaison bei uns vielfach nachgewiesen. Bei einer Influenza ist die Inkubationszeit sehr kurz und beträgt durchschnittlich ein bis zwei Tage. Er gehört daher auch zu den Inhaltsstoffen der jährlichen Grippeschutzimpfung. Das jetzt gestorbene vierjährige Mädchen besuchte eine Kindertagesstätte in Altenkessel. Die dortigen Mitarbeiter und Eltern wurden vor Ort von den Gesundheitsbehörden umfangreich informiert und beraten. Weitere Erkrankungen, die mit diesem Fall in Verbindung stehen könnten, sind bislang nach Erkenntnissen der Behörden nicht aufgetreten. Bereits im Dezember war es zu einem ähnlichen Fall gekommen. Ein fünf Jahre altes Mädchen aus Saarbrücken war ebenfalls an einer schweren Grippe gestorben. Das ergab damals eine Obduktion des Kindes. Damit wurden Vermutungen widerlegt, nach denen Enterohämorrhagische Escherichia coli, kurz EHEC, für den Tod des Kindes verantwortlich sei. Zwischen den beiden Fällen gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang. Das Gesundheitsamt weist auf die Möglichkeit einer Grippeschutzimpfung hin, die allerdings nicht zum Standardimpfkalender im Säuglings- und Kleinkindalter gehört. Nähere Informationen zu dieser Grippeimpfung geben die niedergelassenen Ärzte.    

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