Wegen Raubes in Italien verurteilt: Rumäne im Saarland auf der Arbeit festgenommen

Friedrichsthal: An der Arbeitsstelle klickten die Handschellen! Festnahme eines gesuchten verurteilten Verbrechers am gestrigen Montag im Regionalverband Saarbrücken. Die Zielfahnder des Landespolizeipräsidiums Saarbrücken verhaften einen 33 Jahre alten Mann in Friedrichsthal. Denn der rumänische Staatsangehörige wird mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Der Mann soll nach Angaben von italienischen Behörden für einen schweren Raub in dem südeuropäischen Land verantwortlich sein.

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Außerdem stufen ihn die dortigen Ermittler als Mitglied einer kriminellen Vereinigung ein. In Abwesenheit ist der 33-Jährige in Italien wegen des Raubes bereits zu einer mehr als vierjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die hat der Rumäne aber nie angetreten, sondern ist untergetaucht.
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Die italienischen Behörden versuchen, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln und erhalten dabei Hinweise, dass sich der Gesuchte ins Saarland abgesetzt haben könnte. Nachdem das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken informiert worden ist, übernehmen die Beamten des Dezernats für Zielfahndung die weiteren Ermittlungen. Sie beleuchten das Umfeld des Mannes und können schnell die Informationen der italienischen Behörden verifizieren.
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Der 33-Jährige geht im Saarland einer ganz normalen Arbeit nach. Zum Zeitpunkt seiner Identifizierung hält er sich aber gerade in seiner rumänischen Heimat auf, möglicherweise zu einem Urlaubsbesuch. Nach weiteren intensiven Ermittlungen finden die Beamten heraus, wann der Mann zurück ins Saarland kommt. So klicken gestern in Friedrichsthal die Handschellen.
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Der Verbrecher wird beim Amtsgericht Saarbrücken einem Haftrichter vorgeführt, danach in die Justizvollzugsanstalt auf die Lerchesflur gebracht. Dort wartet der 33-Jährige nun auf seine Auslieferung nach Italien, wo er seine mehrjährige Haftstrafe absitzen muss.

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