Zehn Kilometer mit Zuckerschock unterwegs: Polizei stoppt Mann auf Stadtautobahn

Saarbrücken: Am gestrigen Montagnachmittag ist ein Mann mit seiner grauen Mercedes A-Klasse auf der A 6 aus Richtung Mannheim kommend in Richtung Saarbrücken unterwegs. In Höhe des Rastplatzes Bischmisheim verliert der Fahrer gegen 16 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen mit Kaiserslauterer Kennzeichen. Dabei kollidiert sein Fahrzeug mit mindestens einem weiteren Verkehrsteilnehmer. Doch statt anzuhalten und sich um den Schaden zu kümmern, fährt der Mann am Steuer des Mercedes einfach unbeirrt weiter. Unterwegs fährt der Wagen Schlangenlinien und kracht immer wieder beidseitig in die Leitplanken. Er wechselt von der A 6 auf die A 620. Mehrere Kommandos der Polizei nehmen die Verfolgung des Fahrzeugs auf.

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Auf der Stadtautobahn kommt der Wagen noch mehr als zehn Kilometer weit, bis ihn ein Kommando der Operativen Einheit zwischen den Anschlussstellen Westspangenbrücke und Malstatter Brücke zum Anhalten zwingt. Auf die „Stop Polizei“-Anzeige am Heck des Streifenwagens reagiert der Fahrer nicht, daher müssen die Beamten das Fahrzeug einkesseln und ausbremsen. Es kommt zu einem Zusammenstoß mit dem vorderen Streifenwagen, das Fahrzeug der Diensthundestaffel hinter dem Mercedes bleibt unbeschädigt. Nach dem Anhalten wird klar, dass es sich bei dem Fahrer nicht um einen Verkehrsrowdy handelt, sondern um einen 62-Jährigen, der dringen medizinische Hilfe braucht.
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Der Mann aus dem rheinland-pfälzischen Kindsbach hat während der Fahrt einen Zuckerschock erlitten war daraufhin nicht mehr bei Sinnen. Er wird zur medizinischen Versorgung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. In anderen Fällen hat es bei Zuckerschocks während der Fahrt tödliche Unfälle gegeben, der 62-Jährige verdankt den Beamten sein Leben.
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Zwei weitere Streifenwagen sichern die Stelle, an der das Fahrzeug gestoppt worden ist, ab. Es kommt zu massiven Rückstaus in der gesamten Innenstadt. Die Polizei sucht nun Verkehrsteilnehmer, die bei dem Vorfall geschädigt worden sind.

Hinweise: Polizeiinspektion in Saarbrücken-St. Johann, Karcherstraße 5, Telefon 06 81 / 9 32 10

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