Zugunglück in Saarbrücken: Tonnenschwerer Güterwaggon umgekippt

Saarbrücken: Bahnunglück am heutigen Samstag in Saarbrücken! Am Vormittag ist ein Lokführer mit einer dieselbetriebenen Rangierlok der Deutschen Bahn und mehreren Güterwaggons auf einem Nebengleis der Strecke Saarbrücken – Trier unterwegs. Der Gleisanschluss wird ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. An einer Stelle, an der aus dem eingleisigen Bahnanschluss mehrere Weichen abzweigen, kommt es um 10.55 Uhr zu dem Unglück:

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Der erste, direkt hinter der Diesellok angekoppelte Rungenwagen, der mit tonnenschweren Stahldrahtrollen beladen ist, entgleist. Sofort leitet der Lokführer eine Vollbremsung ein. Dennoch kann er nicht verhindern, dass der Güterwaggon zur rechten Seite kippt. Weitere Waggons und die Lokomotive springen durch die geistesgegenwärtige Reaktion des Rangierers nicht aus den Schienen.
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Die Bahnstrecke wird komplett blockiert, verletzt wird aber glücklicherweise niemand. Notfallmanager der Deutschen Bahn und Streifenkommandos der Bundespolizeiinspektion Bexbach fahren zur Unfallstelle. Auch der Ermittlungsdienst der Bundespolizei rückt an und nimmt die Arbeit auf der Suche nach der Unglücksursache auf. Dazu werden der Fahrtenschreiber der Lok ausgelesen, Bahnmitarbeiter befragt und die Stellung der Weichen untersucht. Derzeit ist aber noch unklar, was den Unfall ausgelöst hat. Auch zur Höhe des entstandenen Schadens kann derzeit noch nichts gesagt werden.
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Entscheidend hierfür ist neben dem Schaden am Zug, ob die Ladung und die Bahnstrecke ebenfalls etwas abbekommen haben. Das Wiederaufrichten des Waggons wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dazu müssen zunächst die tonnenschweren Stahlrollen abgeladen werden. Danach muss ein spezieller Schienenkran ins Saarland fahren, um den Waggon zu bergen. Da sich der Unfall auf ein einem Nebengleis ereignet hat, kommt es zu keinen Beeinträchtigungen des Personenverkehrs.

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