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Zwei Kinder sterben bei Wohnhausbrand in Folschweiler

Folschweiler: Furchtbares Flammendrama am heutigen Samstag im französischen Folschweiler keine zehn Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt. In der 4.000-Seelen-Gemeinde südwestlich von Völklingen und Großrosseln, die zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle gehört, kommen bei einem Brand in einem Wohnhaus zwei Kinder ums Leben. Es ist etwa 12.30 Uhr, als eine Familie sich zum Mittagessen zusammengefunden hat. Plötzlich bricht in dem Haus in der Straße „Rue Calmette“ ein Feuer ausbricht. Neun Menschen befinden sich in dem Wohnhaus. Einigen gelingt es, sich ins Freie zu retten. Sofort eilen rund 60 Feuerwehrleute aus mehreren Gemeinden zum Ort des Geschehens. Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintreffen, haben Verwandte oder Ersthelfer auch ein vier oder fünf Jahre altes Mädchen ins Freie gebracht. Das Kind hat jedoch einen Kreislaufstillstand erlitten.

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Die Helfer versuchen alles, um das Mädchen wieder zurück ins Leben zu holen. Sie haben keinen Erfolg. Vom Feuer eingeschlossen wird in dem Haus der 15 Jahre alte Bruder des Mädchens. Er schafft es nicht mehr rechtzeitig ins Freie, weil die Treppe des Hauses während des Brandes einstürzt.
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Am Nachmittag hat die Feuerwehr seine Leiche noch immer nicht bergen können. Drei weitere Menschen werden bei dem Brand verletzt. Die 70 Jahre alte Großmutter der beiden Kinder erleidet schwere Verbrennungen an den Beinen und am Rücken.
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Ein 32 Jahre alter Mann aus einem Nachbarhaus rettet die Seniorin vor Ankunft der Feuerwehr und erleidet dabei selbst Verbrennungen an der Hand. Ein weiterer Mann kommt im Alter von 25 Jahren mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Weitere Betroffene werden vor Ort von psychologischen Einheiten der Feuerwehr betreut. Kriminaltechniker übernehmen die Suche nach der Brandursache. Mit ersten Ergebnissen wird allerdings am heutigen Tage noch nicht gerechnet.

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