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Ein Drittel der Saar-Polizeischüler fällt durch die Prüfung

Quierschied: Mit großer Verwunderung hat die Gewerkschaft der Polizei im Saarland die von der Fachhochschule für Verwaltung, Fachbereich Polizeivollzugsdienst, mitgeteilten Prüfungsergebnisse der aktuell in Ausbildung befindlichen Polizisten zur Kenntnis genommen. Demnach fielen von den rund 120 Kommissaranwärtern des Einstellungsjahrgangs 2017 knapp ein Drittel durch die Abschlussprüfungen des Grundstudiums. Der Großteil muss nun in die Nachprüfungen, eine zweistellige Zahl angehender Polizisten muss das gesamte Jahr wiederholen, mehreren Polizeischülern steht die unmittelbare Entlassung bevor.
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„Eine solche Spitze haben wir seit Jahren nicht erlebt“, erklärt David Maaß, Landesvorsitzender der Gewerkschaft. „Wir nehmen die Darstellung der Fachhochschule zur Kenntnis, wonach die Qualität der Studierenden mit jedem Einstellungsjahrgang zunehmend geringer werden würde.“ In Zeiten der akuten Personalnot bei der saarländischen Polizei, die aufgrund ihrer dramatischen Entwicklung erst kürzlich Reformen innerhalb der Reform erforderlich gemacht hat, sei dies „für die gesamte Organisation ein Schlag ins Gesicht“, so Maaß weiter.
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Dass während des dreijährigen Studiums vereinzelte angehende Polizisten aufgrund mangelnder Leistung ausscheiden, ist grundsätzlich üblich. Die aktuelle hohe Anzahl wirft allerdings viele Fragen auf. Maaß: „Die Fachhochschule darf sich hier nicht von Kritik frei machen – immerhin gehören die jetzt betroffenen Kollegen zu den besten Bewerbern des Einstellungsjahrgangs, die sich unter anderem durch schriftliche Intelligenztests sowie Auswahlgespräche im Rahmen der Bestenauslese überhaupt erst für das Studium qualifiziert hatten.“
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Unbestritten sei indes, dass sowohl die Qualität als auch die Quantität der Bewerber im Saarland in den vergangenen Jahren teilweise stark gesunken sei. Hierzu erklärt Maaß: „Wir verzeichnen eine hohe Abwanderung geeigneter Bewerber in die freie Wirtschaft oder gar zu anderen Landespolizeien, die besser bezahlen und bessere Rahmenbedingungen bieten. Das Saarland ist im bundesweiten Vergleich bei der Beamtenbesoldung vor Berlin auf dem vorletzten Platz. Hier gilt unser Appell an die politisch Verantwortlichen: Nachsitzen!“

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