Saarlands erster Astronaut in der Heimat gelandet: Das hat er jetzt geplant

ESA

Köln/Oberthal: Nach fast einem halben Jahr im Weltall ist der erste saarländische Astronaut Matthias Maurer in der vergangenen Nacht in Deutschland angekommen. Am Freitagmorgen war der 52-Jährige mit drei US-Kollegen nach der Landung seiner SpaceX-Kapsel im Golf von Mexiko von einem Rescue-Team im US-Bundesstaat Florida an Land gegangen (wir berichteten).

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Eine Maschine der Luftwaffe von Typ Bombardier BD-700 Global Express bringt den Oberthaler dann vom NASA-Flugplatz Ellington Field Joint Reserve Base bei Houston über den Atlantik nach Deutschland. Um 0.20 Uhr am heutigen frühen Samstagmorgen landet die Maschine mit der Kennung 14+07 und der schwarz-rot-goldenen Banderole am Flughafen Köln/Bonn, rollt dann zum militärischen Teil des Airports zum Hangar der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums.
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Dort steigt Maurer um 0.27 Uhr mit seinem blauen Overall aus, winkt begeistert auf der Flugzeugtreppe und betritt dann wieder deutschen Boden. Mehr als 50 Kollegen, Freunde, Verwandte und Medienvertreter sind gekommen, um den 600. Menschen im All in der Heimat zu begrüßen. Während Maurer aus der SpaceX-Kapsel noch getragen werden musste, steht er in Deutschland schon wieder auf eigenen Beinen.
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Er begrüßt zahlreiche Gäste per Fistbump, plaudert mit einigen und tritt dann vor die Mikrofone. Der Astronaut spricht über die Dinge, die auf der Erde während seiner Zeit im All passiert sind, darunter natürlich der Ukraine-Krieg: „Ich komme von einer Insel, auf der alles in Ordnung war“, sagt Maurer, der unter anderem mit russischen Kosmonauten auf der ISS zusammengearbeitet hat. „Von dort oben zu sehen, wie die Welt entgleitet, ist sehr bedrückend und sehr erschreckend.“
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Der 52-Jährige wird nun die nächsten Tage und Wochen über von Experten überwacht. Seine Pläne für die Zeit danach? „Die Füße hochlegen, mich einfach mal ein bisschen entspannen.“ Wir gönnen es ihm von Herzen!

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