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Zwei Schülerinnen gestehen Reizgas-Attacke in Gemeinschaftsschule

Eppelborn: Nach dem Großeinsatz an der Gemeinschaftsschule in Eppelborn am Mittwoch hat die Polizeiinspektion Illingen den Verdacht erhärten können, der schon während des Einsatzes vor Ort aufgekommen war: Zwei Schülerinnen haben das Reizgas im Schulflur versprüht. Bei einer Befragung während des Einsatzes hatte sich noch keines der Mädchen zu den Vorwürfen äußern wollen. Erst am Nachmittag kamen die beiden 16 Jahre alten Mädchen mit ihren Erziehungsberechtigten zur Schulleitung. Sie gestanden die Tat und machten auch nähere Angaben zum Ablauf. Die Polizei wurde hinzugezogen und die Jugendlichen, die beide in Eppelborn wohnen, im Beisein ihrer Väter polizeilich angehört. Bei dem Vorfall waren 50 Kinder verletzt worden, weil sie mit dem Reizgas in Kontakt gekommen waren.
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Auch Lehrer wurden nach Angaben der Schulleitung mit dem Stoff kontaminiert. Weil der Vorfall sich in der Nähe eines Chemiesaals ereignete und nicht klar war, mit welchem Stoff die Kinder in Berührung gekommen waren, löste die Feuerwehr Großalarm aus. Etliche betroffene Kinder wurden in einer Not-Dekontaminationsstelle von der Feuerwehr behandelt, die übrigen evakuierten Kinder wurden in der benachbarten Turnhalle betreut, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Nach dem Vorfall war an Unterricht nicht mehr zu denken.
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Und auch Gestern blieb die Schule geschlossen, der Unterricht fiel aus. Grund waren umfangreiche Reinigungsarbeiten, um sicherzustellen, dass keine gefährlichen Stoffe im Schulgebäude zurückgeblieben sind. Heute wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Die Schule kündigte gestern auf ihrer Facebookseite an: „Auch die Abschlussprüfungen für den mittleren Bildungsabschluss sowie den Hauptschulabschluss können wie geplant durchgeführt werden. 
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Allen Eltern und Erziehungsberechtigten geht mit der ‚Ranzenpost‘ ein Elternbrief zum Reizgas-Vorfall zu.“ Die Ermittlungen der Polizei werden fortgeführt.

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